Unison Live - Europe 2023
Brutus
Montag - 30.01.2023 20:00 - Stummsche Reithalle

Wenn die Zeiten hart sind oder man sich erschöpft fühlt, sehnt man sich nach einem Leben in völligem Frieden. Ein Leben, in dem es keine Kämpfe, Streitereien oder Lügen gibt; wo es keine Enttäuschung gibt und die eigenen Handlungen keine Konsequenzen haben. Manche nennen es vielleicht eine „Fantasiewelt“. Das Genre-sprengende belgische Trio Brutus nennt es das „Unison Life“ – ein Ausdruck, der ihr drittes Studioalbum betitelt. Bei Unison Life geht es um all die Dinge, die dich zermürben. Es sind die Hässlichkeit, der Schmerz und die Tapferkeit, die dich durch all das bringen. Beginnend mit einem Zustand der Zufriedenheit begibt sich das Album in die Schlacht um die Frage, was wirklich zählt. In ihren eigenen Worten: „Ist das Unison Life ein Schwindel? Oder eine Suche?“

Seit ihrer Gründung im Jahr 2014 stehen Brutus für rastlosen, emotional rohen Rock, der die Landschaft von Metal, Punk, Post-Hardcore und darüber hinaus durchquert. Die drei Mitglieder trafen sich zum ersten Mal in ihrer Heimatstadt Löwen (Leuven), wo sie in verschiedenen lokalen Bands spielten. Ihre Einflüsse sind breit und vielfältig. Die Schlagzeugerin/Sängerin Stefanie Mannaerts – die über einem von ihrer Familie geführten Musikgeschäft aufgewachsen ist – bewegt sich in einer Vielzahl von Genres von Post-Metal bis hin zu elektronischer Musik. Bassist Peter Mulders ist eher ein Punk-Typ, während Gitarrist Stijn Vanhoegaerden auf Country und Melodic Rock steht. Ihre unterschiedlichen Geschmäcker kommen durch Brutus zusammen, um einen Sound zu kreieren, der so schwer wie unerwartet ist, voller Schönheit und Überraschungen.

Von ihrem Debütalbum „Burst“ aus dem Jahr 2017 über „Nest“ aus dem Jahr 2019 bis hin zur Veröffentlichung eines Auftritts im Mai 2019 in ihrer Heimatstadt Handelsbeurs Concert Hall als Live-Album während der Pandemie – Brutus hat sich auf Schritt und Tritt verbessert. Allerdings hatte Brutus erst mit Unison Life die Zeit und den Raum, um wirklich über ihre Richtung nachzudenken. „Ich wollte, dass sich jeder Song wie der letzte Song anfühlt, den wir je geschrieben haben“, erklärt Mannaerts. „Es hat mich innerlich umgebracht, weil es ein fast unmöglich hoher Standard ist, aber das war mein persönliches Ziel für dieses Album. Es war ein zweijähriger Versuch, es besser zu machen, und ich bin sehr stolz auf das, was wir gemeinsam erreicht haben.“

Brutus arbeiteten insgesamt anderthalb Jahre an Unison Life. Wenn sie nicht zu Hause in Quarantäne saßen, versteckten sie sich in ihrem Proberaum in Gent und nutzten die Freizeit, die ihnen die Pandemie gewährte, zum Experimentieren, Austauschen von Einflüssen, Reden und gemeinsamen Kochen. Zwischen den Schreibsessions durchsuchten sie das Internet nach diversem Equipment: Verstärker, Gitarren, Bässe, einen Bass-Synthesizer, Effektpedale, Glockenspiele. „Es gab immer etwas Neues, das wir ausprobiert haben. Nicht, weil der Song danach verlangte oder um seiner selbst willen, sondern weil wir experimentierten“, sagt Mulders. „Ich weiß nicht, wie dieses Album geklungen hätte, wenn wir es zwischen den Tourneen schreiben müssten und nicht so viel Zeit gehabt hätten, um mit den Songs zu experimentieren.“

Unison Life zeigt Brutus in ihrer bewusstesten Form. Das Fehlen von Tourneen in den letzten Jahren hat dazu geführt, dass Brutus 100 % ihrer Energie in Unison Life kanalisieren konnten und das Ergebnis ist eine atemberaubende Illustration einer Band, die Grenzen überschreitet und an der Spitze ihres Schaffens steht.

Support tba.

Einlass: 19 Uhr


 

Link zum Künstler

https://www.wearebrutus.be/

Eintrittspreise

  • VVK: 20,55 €
  • AK: tba.